Ich trinke für mein leben gerne Yogi-Chai-Tee. Der besteht eigentlich nur aus Zimt, Kardamon, Ingwer, Nelken, und Pfeffer. Am liebsten habe ich den, wenn es kalt draußen ist und ich es mir auf dem Sofa und einem Buch bequem mache. Das ist die vollkommene Entspannung.
Ich weiß nicht mehr genau wie es mir in den Sinn kam, aber es war wohl bei dem Gedanken daran, was man eigentlich mit Baiser noch so alles machen könnte (außer als Grundlage für zum Beispiel Mousse au chocolat). Jedenfalls dachte ich mir, dass es ja ganz gut mit Chai zusammen passen könnte. Warum also nicht Chai-Baiser? Und zur Vollendung noch ein kleines bisschen Schokolade daran und die Kombination sollte perfekt sein!
Als mir vom letzten Wochenende dann zwei Eiweiß vom Kuchenbacken übrig blieben, hab ich mich sofort daran gemacht, meinen Plan in die Tat umzusetzen. Das Resultat ist außen knusprig, innen schaumig, würzig und zimtig und mit der Schokolade dann noch leicht cremig. Ganz am Ende kommt dann ganz leicht der Pfeffer durch und hinterlässt ein leicht scharfes Gefühl auf der Zunge.
Für ein Blech:
- 2 Eiweiß
- 100g Zucker
- zwei flach gestrichene TL pulvrig gemörserten Yogi-Tee Original
- ca. 40g dunkle Schokolade (70% Kakaoanteil)
- ca. 10g Butter (würde ich das nächste Mal aber auch ohne ausprobieren)
1. Den Ofen auf 100°C vorheizen.
2. Das Eiweiß in einer Schüssel oder einem großen Messbecher mit dem Handrührgerät (oder der Küchenmaschine) aufschlagen. Sobald es fest wird langsam den Zucker einrieseln lassen, während man weiterschlägt. Der Eischnee wird jetzt ganz glänzend und zäh. Noch das Gewürz gleichmäßig einrühren und mit zwei kleinen Löffeln kleine Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Backbleck setzen. Dabei bedenken, dass die Baisers beim Backen größer werden, also lieber kleinere Häufchen machen. Meine wurden ca. 1,5 mal so groß wie in rohem Zustand.
3. Das ganze geht jetzt in den Ofen. Dazu wird eigentlich empfohlen einen Kochlöffel in die Tür zu stecken, d.h. den Backofen also während der ganzen Zeit nicht wirklich zu schließen. Was das bringt, weiß ich nicht, jedenfalls kann man ihn auch zulassen. Jetzt ca. 2 bis 3 Stunden im heißen Backofen trocknen lassen. Der Kern bleibt dann noch relativ weich, während das Äußere trocken und knusprig wird. Dunkel sollte es allerdings nicht werden, dann wäre der Ofen zu heiß. Also maximal bei 120°C backen.
4. Danach abkühlen lassen und die Schokoladen mit der Butter im Wasserbad in einer Tasse schmelzen. Nicht zu heiß werden lassen sondern einfach gut verrühren, bevor alles geschmolzen ist. Dann die Baiser mit einer Spitze in die Schokolade tauchen, zurück aufs Backpapier legen und trocknen lassen.
Falls man sie aufbewahren möchte, am Besten in einer Dose abwechselnd mit Butterbrotpapier schichten und Luftdicht verschließen. So dürften sie wahrscheinlich sehr lange halten. Aber wer will das schon?


Falls das mit der Haltbarkeit mal ein Proboem werden sollte, ruf mich einfach an…!